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verletzungen:taubheit

Taubheit und Gefühlsstörungen nach einem Piercing

Nach einem Piercing kann es in seltenen Fällen zu:

  • Taubheitsgefühl,
  • Kribbeln,
  • Ameisenlaufen,
  • Brennen,
  • verändertem Berührungsempfinden

kommen.

Das bedeutet nicht automatisch, dass ein Nerv dauerhaft geschädigt wurde.

Mögliche Ursachen sind unter anderem:

  • direkte Reizung eines kleinen Hautnervs,
  • Schwellung,
  • Druck durch ein Hämatom,
  • zu engen Schmuck,
  • mechanische Belastung.

Ausführlich:

Nervenverletzungen beim Piercing

Kleine lokale Gefühlsstörung

Ein kleiner Bereich direkt um den Stichkanal kann nach dem Piercen vorübergehend weniger empfindlich sein.

Das kann durch die Verletzung kleiner Hautnerven entstehen.

Solche Veränderungen können sich im Verlauf teilweise oder vollständig zurückbilden.

Wann spricht eher etwas für Druck oder Schwellung?

Wenn Taubheit oder Kribbeln zusammen auftreten mit:

  • deutlicher Schwellung,
  • starkem Spannungsgefühl,
  • einem Hämatom,
  • einsinkendem Schmuck,

kann eine Druckbelastung benachbarter Nerven eine Rolle spielen.

Siehe:

Hämatom

Welche Entwicklung ist günstiger?

Eher beruhigend ist es, wenn:

  • das Taubheitsgebiet kleiner wird,
  • Kribbeln nachlässt,
  • Berührungsempfinden langsam zurückkehrt,
  • keine Muskelschwäche besteht.

Wann sollte ärztlich abgeklärt werden?

Eine ärztliche Beurteilung ist sinnvoll bei:

  • deutlich zunehmender Taubheit,
  • großflächiger Gefühlsstörung,
  • anhaltendem starken Kribbeln,
  • brennenden oder elektrisierenden Schmerzen,
  • fehlender Besserung über längere Zeit,
  • Taubheit zusammen mit starker Schwellung oder großem Hämatom,
  • zusätzlichen Bewegungsstörungen.

Besonders wichtig: motorische Symptome

Taubheit betrifft die sensible Wahrnehmung.

Treten zusätzlich:

  • Muskelschwäche,
  • eingeschränkte Bewegung,
  • asymmetrische Bewegung

auf, sollte dies ernster bewertet werden.

Siehe:

Motorische Einschränkungen

Was sollte vermieden werden?

Nicht sinnvoll sind:

  • starkes Massieren,
  • Drücken auf das betroffene Gewebe,
  • unnötiges Bewegen des Schmucks,
  • eigenständiges Manipulieren am Stichkanal.

Zusätzliche mechanische Belastung kann die Reizung verstärken.

Der wichtigste Grundsatz

Eine kleine, vorübergehende Gefühlsveränderung muss keine dauerhafte Nervenschädigung bedeuten.

Entscheidend ist:

Wird die Empfindung wieder besser – oder nimmt die Störung zu beziehungsweise bleibt sie deutlich bestehen?


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